Das Beratungskonzept der Heisterbergschule

1. Schulsozialarbeit an der Heisterbergschule

Die Sozialpädagogin der Heisterbergschule arbeiten in den folgenden Bereichen:

Beratung
  • Krisenintervention ( Depressionen, Suizidgefährdung, Missbrauch)
  • Beratung von:

- Schüler/innen
- Lehrer/innen
- Eltern

  • Begleitung in Beratungsstellen
  • Kontaktaufnahme mit Beratungsstellen, Jugendamt, Kommunaler Sozialdienst
  • Beratung in Zusammenarbeit mit Lehrkräften
  • Zusammenarbeit mit der Schulpsychologin und Schulärztin
  • Kontaktzeit im Lehrerzimmer
Fachübergreifende Zusammenarbeit
  • Teamsitzung mit Sozialpädagogin (wöchentliches Treffen)

- gemeinsame Gespräche und Aktionen mit Schülern in schwierigen
  Situationen
- bei Konflikten in den Klassen hospitieren
- Erarbeitung von Klassenregeln

  • pädagogischer Austausch mit der Schulleiterin Fr. Wittwer
  • Round Table ( Hilfegespräche):

- Gespräche mit zuständigen Lehrkräften
- Sozialpädagogin
- Beratungslehrerin
- Schulleiterin
- Jugendamt und KSD
- Eltern oder Erziehungsberechtigte

  • Konfliktgespräche in großer Runde mit allen Beteiligten

 (Erarbeitung von Konsequenzen):
- alle Eltern
- alle Schüler
- Beratungslehrerin
- Sozialpädagoginnen
- zuständige Lehrkräfte
- Schulleiterin 

  • mit  der Polizei

- Diebstahl
- Erpressung
- Gewalt
- Cyber- Mobbing
- Handyfilme im Internet veröffentlicht
- Eindringen und Bedrohung von schulfremden Personen

  • mit dem Berufsberater an unserer Schule

- Probleme im schulischen Bereich
- Schulwechsel (z.B. Werkstattschule)
- Vermitteln von Praktikastellen

Unterrichtsbegleitende Tätigkeiten

  • Präventionsarbeit im Unterricht ( Benimmschule usw. )
  • Sozialtraining in Eigenverantwortung und in Zusammenarbeit mit Lehrkräften  ( siehe Anlage 1)
  • Mitarbeit bei besonderen Projektvorhaben
  • Mobbing ( siehe Anlage 2 und Konzept im Umgang mit Mobbing )

Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Streitschlichter/innen
(siehe Anlage 3)

- Betreuung der Streitschlichter und Streitschlichterinnen
- Erstellen von Arbeitsplänen
- Supervisionsangebot für die Streitschlichter/innen

Freizeit
  • Betreuung der Schüler und Schülerinnen in den Freizeiträumen:
  • Anlaufstation sowie Kontaktaufnahme für die Schüler und Schülerinnen mit den Sozialpädagoginnen
  • Betreuung der Schülerdienste ( Spielausgabe )
  • Leitung von Nachmittagsangeboten
Sonstige Aufgaben
  • Verwaltungstätigkeiten
  • Organisation des Nachmittagsangebotes
  • Versorgung von Kranken und Verletzten
  • Organisatorische Arbeiten

 

2. Der pädagogische Mitarbeiter für die Berufsorientierung (Landesprogramm zur Profilierung der Hauptschule)

 Arbeitsschwerpunkte des pädagogischen Mitarbeiters für die Berufsorientierung sind beratende Tätigkeiten und die Durchführung von Maßnahmen zur beruflichen Orientierung in den Abgangs- und Vorabgangsklassen des Haupt- und Realschulzweigs der Heisterbergschule.

Das Konzept, nach dem hier gearbeitet wird, ist durch jahrelange Erfahrung entstanden und immer wieder den Anforderungen der Schülerinnen und Schüler sowie denen der Betriebe und Unternehmen angepasst worden. Es geht von einem niederschwelligen Ansatz aus, bei dem die SchülerInnen langsam an das Thema Berufsorientierung herangeführt werden sollen. Es hat keinen Anspruch auf eine hohe Beratungsethik sondern ist eine Herangehensweise, in die viele verschiedene praktische Elemente eingearbeitet sind, damit die Erfahrungen nachhaltig sind. Die Möglichkeit der individuellen Beratung und Unterstützung z. B.  beim Zusammenstellen von Bewerbungsunterlagen an 2,5 Tagen in der Woche durch den pädagogischen Mitarbeiter wird von den Schülerinnen und Schülern gern genutzt und stellt einen der vielen miteinander verzahnten Bausteine dar, die unseren SchülerInnen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern sollen. Diese Stelle ist der Ort, an dem das Berufsorientierungskonzept der Heisterbergschule koordiniert wird.

 3. Der Übergang von der Schule in einen Beruf

Für die Schülerinnen und Schüler beider Schulzweige gibt es ein vielfältiges Angebot um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Wege im Anschluss an die Schulzeit beschritten werden können um ein berufliches Ziel zu erreichen. Seit der Zusammenlegung der  Hauptschule und der Realschule Ahlem zur HRS Heisterbergschule zum Schuljahr 2008 / 2009 wurde das Angebot erfolgreich auf den Realschulzweig ausgeweitet. Es folgt ein Überblick über die Arbeitsweise und die Projekte, bei dem einige Eckdaten vorgestellt werden.

  • Seit 2001 gibt es das „Landesprogramm zur Profilierung der Hauptschulen“. Dieses Projekt wurde von der Landesschulbehörde ins Leben gerufen, als dort realisiert wurde, dass zu wenig HauptschulabgängerInnen nach der 9. oder
    10. Klasse eine Ausbildungsstelle finden bzw. die berufliche Orientierung dieser verbessert werden muss um z.B. spätere Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.
  • Berufsorientierende Maßnahmen werden in den Schulalltag integriert. Bewerbungstrainings, das Üben von Vorstellungsgesprächen sowie die Präsentation von Firmen mit ihren Ausbildungsangeboten im Unterricht sind bei uns seit einigen Jahren institutionalisiert. Auch berichten immer mal wieder ehemalige SchülerInnen in den Klassen über ihre im Berufsleben gemachten Erfahrungen.
  • Das Beratungskonzept unserer Schule sieht auch Einzelfallhilfe vor, bei der Schülerinnen und Schüler mit besonderen Problemstellungen unterstützt werden können. Eine Einzelberatung erfolgt in  Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern und den Eltern.
  • Grundsätzlich ist die Beratung freiwillig. Jeder Schüler hat aber mindestens einen Termin beim Mitarbeiter des Profilierungsprogramms. In einigen Fällen erfolgt die Beratung im Delegationsverfahren über die KlassenlehrerInnen, ebenfalls gängige Praxis ist die Delegation über die AW - LehrerInnen. In der Regel jedoch tragen sich die Interessierten in eine aushängende Liste und erscheinen zu dem gewählten Termin. Die Terminierung erstreckt sich, durch die Tatsache, dass wir eine Ganztagsschule sind, bis in den Nachmittagsbereich.

Ansatzpunkt dieses Projektes war, dass HauptschülerInnen sehr wohl Talente haben, die sich nicht unbedingt in Zeugnisnoten ausdrücken lassen. Beispielsweise zeigen sie in Praktika ungeahnte Fähigkeiten. Diese Talente zu finden, zu fördern und damit das Selbstvertrauen der SchülerInnen zu steigern, um mit einer positiven Einstellung in das Bewerbungsverfahren zu gehen und eine geeignete Lehrstelle zu finden, ist eines der Ziele, die mit der berufsorientierenden Arbeit verfolgt wird. Im Zuge des demografischen Wandels ist es inzwischen so, dass die Unternehmen ihre freien Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können. Diesem Trend entgegen zu wirken und die Schülerinnen und Schüler fit zu machen für das Berufsleben ist ein weiteres Ziel.

In Zusammenarbeit mit der Landesschulbehörde hat das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) einen pädagogischen Mitarbeiter abgestellt um mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 – 10 des Hauptschulzweiges das Thema Berufsorientierung zu vertiefen. Alle Unterrichtsthemen, die mit der beruflichen Orientierung zu tun haben, werden beispielsweise durch Seminare, Planspiele, der Durchführung von Eignungstests usw. ergänzt. Das Gesamtkonzept geht davon aus, dass die Grundsteine für eine solide Lebensweg – und Berufsorientierung bereits in Klasse 5 gelegt werden. Wir versuchen, durch unseren ganzheitlichen Ansatz, ein System aus aufeinander aufbauenden Bausteinen bereitzuhalten um möglichst früh eine Basis für eine breit gefächerte Kompetenzentwicklung zu schaffen.

Hier noch einmal zusammengefasst die Aufgaben der Schulsozialarbeit im Projekt „Profilierung der Hauptschule“

  • Das Führen von Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern über die persönliche Berufswahl / Fragen zur Berufseignung und Berufsfindung beantworten
  • Zusammenstellung von Testaufgaben und Üben von Eignungstests
  • Simulation von Bewerbungsgesprächen
  • Kontaktaufnahme, Terminabsprache, Betreuung und Durchführung berufsvorbereitender Maßnahmen mit auswärtigen Anbietern, z.B. AOK, Freiwilligenzentrum Hannover und der Agentur für Arbeit
  • Elterngespräche
  • Betreuung der SchülerInnen im Schulpraktikum
  • Organisation von freiwilligen Praktika
  • Organisation von Berufsorientierenden Maßnahmen in der Schule und in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit
  • Beratung bei der Ausbildungsplatz- oder Berufsschulwahl
  • Unterstützung bei Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche
  • Bewerbungstraining
  • Zusammenarbeit mit Betrieben und Berufsschulen
  • Organisation von Projekten in Betrieben, damit die SchülerInnen einen Einblick in die Praxis bekommen