In den Schuljahrgängen 9 und 10 werden an der Heisterbergschule alle vom Kultusministerium eingeführten Profilfächer „Gesundheit und Soziales“, „Technik“, „Wirtschaft“ und „Französisch“ angeboten.

Der Profilunterricht findet 4-stündig statt. Das Profil wird für beide Schuljahre gewählt.

Den Profilunterricht „Französisch“ besuchen nur die Schüler, die seit der 6. Klasse erfolgreich am Französischunterricht teilnehmen.

Im Profil „Wirtschaft“ werden zwei Stunden im Fach Informatik nach den Inhalten und zur Prüfungsvorbereitung für den ECDL (Europäischer Computerführerschein) erteilt.

Die im Profilunterricht erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler sind versetzungs- und abschlussrelevant.


Die einzelnen Profile

1. Das Profil „Gesundheit und Soziales“

Die Ziele des Profils Gesundheit und Soziales sind:

  • Den Schülern Einblicke in die Berufsbereiche Sozialpädagogik, Gesundheit und Pflege, Ernährung und Hauswirtschaft geben.

  • Den Erwerb von grundlegenden Kompetenzen in den beruflichen Fachrichtungen ermöglichen.

  • Einen Beitrag zu einer reflektierten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Lebensgestaltung und Lebensbewältigung leisten.

Die Ziele werden erreicht durch die Zusammenarbeit mit Betrieben, Institutionen, Berufsbildenden Schulen und durch die Hinzuziehung von Experten. Im Unterricht steht das eigenständige und selbstverantwortliche Lernen, die Handlungsorientierung und ein enger Theorie- und Praxisbezug im Vordergrund.

Die Ziele werden durch verschiedene Methoden unterstützt wie z.B.

  • Erkundung

  • Expertenbefragung

  • Fallstudien

  • Pro und Contra Diskussion

  • Rollenspiele

  • Biografiearbeit

  • Feedback (Wie wird mein Verhalten von anderen wahrgenommen?)


Die Inhalte des Profils bestehen aus 4 Modulen:

  • Persönliche und berufliche Perspektiven

  • Sozialpädagogik

  • Ernährung und Hauswirtschaft

  • Gesundheit und Pflege

 

Modul 1: Persönliche und berufliche Perspektiven

Themenfelder

  • Verschiedene Berufsfelder im Bereich Gesundheit und Soziales beschreiben

  • Informationen über Anforderungsprofile, Zukunftschancen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sammeln und auswerten

  • Unterstützung bei Entscheidungsprozessen zur Lebenswegplanung (z.B. das Erkunden von Modellen zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben, das Erfassen der Bedeutung des lebensbegleitenden Lernens)

Modul 2: Sozialpädagogik

Themenfelder  

  • Chancen und Herausforderungen familiärer Lebensformen diskutieren (z.B. Aufgaben und Rollen von Männern und Frauen, Erwachsenen und Kindern in den Familien)

  • Bedeutung und Notwendigkeit von Erziehung ermitteln (z.B. Erziehungsstile und –maßnahmen)

  • Funktion und Aufgaben von Kindertageseinrichtungen beschreiben (z.B. Strukturen und Abläufe in Kitas)

  • Einblicke in zukünftige Berufe im Bereich Sozialpädagogik ermöglichen (z.B. ddie Aufgaben und das Anforderungsprofil von Beschäftigten in Kitas)

 Modul 3: Gesundheit und Pflege

Themenfelder  

  • Zusammenhänge zwischen Lebensführung und gesundheitlichen Konsequenzen kennen (z.B. verschiedene Lebensbereiche wie Sport, Essen, Mediengebrauch usw. hinsichtlich der Auswirkung auf die Gesundheit untersuchen)

  • Handlungsoptionen für präventive Maßnahmen entwickeln (z.B. Vorsorgemöglichkeiten wie Impfungen erörtern)

  • Beeinträchtigungen und Pflegesituationen reflektieren (z.B. Umgang mit Behinderungen wie Taubheit, Blindheit usw.)

  • Akutpflege kennen (z.B. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen)

 Modul 4: Hauswirtschaft und Ernährung

Themenfelder

  • industrielle Lebensmittelproduktion

  • staatl. Lebensmittelüberwachung

  • Lebensmittelkennzeichnung

  • Gesetzliche Vorschriften für die Lagerung von Lebensmitteln

  • Verkaufsgespräche

  • Erstellung von Speisekarten

  • Servierregeln

  • Gesunde Ernährung ausgewählter Personengruppen (z.B. Schwangere)

  • Speisepläne im Privathaushalt

  • Familienfeste

  • Das häusliche Krankenzimmer

  • Pflegekennzeichnung von Textilien

  • Ausbesserung von Kleidungsstücken

  • Fleckmittel

  • Professionelle Wäschepflege

  • Wohnraumgestaltung und –reinigung

2. Das Profil „Technik“

Die Ziele des Profils Technik sind:

  • Die Schüler auf den Übergang in berufliche Bildungsgänge des gewerblich-technischen Bereichs vorbereiten.

  • Erkenntnisse über Hilfsmittel zur Gestaltung und Umgestaltung der gegebenen Lebenswelt vermitteln und die Möglichkeit zur Übung und Anwendung der entsprechenden Mittel bieten.

Die Ziele werden erreicht durch die Zusammenarbeit mit Betrieben und mit den Berufsbildenden Schulen. Im Profil Technik wird auf einen hohen Anteil praktischer Arbeit Wert gelegt. Es werden Werkstücke im Unterricht bzw. in Zusammenarbeit mit Betrieben (Conti/Berstorff ) hergestellt.

Die Inhalte des Profils Technik bestehen aus 4 Handlungsbereichen:

 Arbeiten und Produzieren

  • Planen, Konstruieren und Herstellen von Werkstücken

  • Erstellen von technischen Zeichnungen und elektronischen Schaltplänen

 Energie und Technik

  • Energiewandlungssysteme (z.B. Wärmekraftwerk)

  • Antriebssysteme (z.B. Verbrennungsmotor)

  • Bauen und Wohnen (z.B. Stabilität von Gebäuden, Energieeinsparungsmöglichkeiten)


Information und Kommunikation

  • Elektronik (z.B. Erstellen elektronischer Schaltungen)

  • Steuern und Regeln (z.B. Füllstandregelung, Ampelsteuerung)

 Natur und Technik

  • Bionik

  • Regenerative Energien (z.B. Vor- und Nachteile, Windenergie, Wasserkraft)

3. Das Profil „Wirtschaft“

Die Ziele des Profils Wirtschaft sind:

  • Erwerb erweiterter Kenntnisse über grundlegende wirtschaftliche Sachverhalte und Zusammenhänge

  • Vermittlung vertiefenden Wissens in lebensnahen Handlungsfeldern des Wirtschaftsgeschehens

Die Ziele werden erreicht durch die Kooperation mit Betrieben, Berufsbildenden Schulen und durch die Hinzuziehung von Experten. Der Unterricht zeichnet sich durch Handlungsorientierung und einen engen Theorie- und Praxisbezug aus. Die Schüler werden zum eigenverantwortlichen und selbstverantwortlichen Lernen angeleitet.

Die Inhalte des Profils Wirtschaft sind den folgenden 4 Themenfeldern zuzuordnen:

  • Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Erwerbstätige im Wirtschaftsgeschehen

  • Ökonomisches und soziales Handeln im Unternehmen

  • Die Aufgaben des Staates im Wirtschaftsprozess

  • Ökonomisches Handeln regional, national, international

Themenfeld 1: Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Erwerbstätige im Wirtschaftsgeschehen

  • Einkommensverwendungen und Kaufentscheidungen

  • die verschiedenen Marktformen (Oligopol, Monopol, Polypol)

  • verschiedenen Verträge (z.B. Mietvertrag, Kaufvertrag)

  • Zahlungsarten (z.B. Barzahlung, Kreditkarte, Rechnung)

  • Geldanlageformen (z.B. Sparbuch, Aktien, Bausparvertrag)

Themenfeld 2: Ökonomisches und soziales Handeln in Unternehmen

  • Akteure in Unternehmen (Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Kapitalgeber, Kunden)

  • Beschaffung, Produktion, Absatz

  • Merkmale von Arbeitsplätzen

  • Untersuchen, bewerten, vergleichen verschiedener Arbeitsplätzen 

Themenfeld 3: Die Aufgaben des Staates im Wirtschaftsprozess

  • Funktion und Aufbau der deutschen Rechtsordnung

  • verschiedene Wirtschaftsordnungen (z.B. Marktwirtschaft, Planwirtschaft)

  • Arbeitsrecht (Rechte und Pflichten von Auszubildenden)

  • Tarifverhandlungen

Themenfeld 4: Ökonomisches Handeln regional, national, international

  • Bedeutende regionale Unternehmen vorstellen und erkunden

  • Logistische Infrastrukturen der Umgebung vorstellen und erkunden

  • internationale Arbeitsteilung (Global Player)

  • Aufbau und Aufgaben des Eurosystems

4. Das Profil „Französisch“

Im Profil Französisch erweitern und vertiefen die Teilnehmer bereits erworbene Grundkenntnisse in der französischen Sprache.

Alle Unterrichtsinhalte sind in landeskundliche Informationen

eingebunden. So gewinnen die Teilnehmer neben dem Fremdsprachenerwerb wichtige Einblicke in die Lebensweise des französischen Volkes sowie in die Kulturgeschichte des Landes.

Als Arbeitsgrundlage des Unterrichts dient das Lehrwerk „Tous Ensemble“ (Klett Verlag).

Das Lehrwerk bietet jugendbezogene Themen wie Sport, Freundschaft, Leben und Arbeiten in Europa, frankophone Länder am Beispiel von Madagaskar und dem Senegal und die kulinarischen Spezialitäten der Region Marseille.

Die Schüler lernen Interviews zu führen, ihre Meinung zu verschiedensten Themen auszudrücken, über ihre beruflichen Vorhaben zu sprechen, sich auf Reisen zu verständigen und vieles mehr.

Am Ende der Sekundarstufenzeit - nach 5 Jahren Französischunterricht - können die Teilnehmer des WPK Französisch ein Sprachniveau erreicht haben, das

ihnen hilfreiche Grundlagen für das Berufsleben, das Reisen in französischsprachige Länder oder den Übergang in die Sekundarstufe II bietet.